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Tipps und Tricks rund um die Abgeltungsteuer

Im folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Tipps und Tricks rund um das Thema Abgeltungsteuer, sowie Ratschläge ob und wenn ja, wie man Abgeltungsteuer sparen oder sogar umgehen kann.

Allgemein

Ist kurzfristig ein Engagement in Aktien, Fonds oder festverzinsliche Wertpapiere geplant, ist es sinnvoll dieses noch in 2008 zu tun. Bestände, die vor dem 01.01.2009 angeschaft wurden, fallen noch unter den sogenannten Bestandsschutz der besagt, dass Kursgewinne weiterhin steuerfrei bleiben wenn die einjährige Spekulationsfrist eingehalten wurde.

Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte

Zur Ermittlung von Veräußerungsergebnisse für die Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte, findet die FIFO-Verbrauchsfolge Anwendung. FIFO ist die englische Abkürzung für "First In First Out" und bedeutet soviel wie, "als Erstes hinein, als Erstes hinaus". Dieses bedeutet, dass Wertpapiere, die zuerst eingebucht wurden, auch zuerst wieder ausgebucht werden. Diese Regel findet grundsätzlich immer nur auf Depot-Ebene Anwendung. Durch die Eröffnung von Unterdepots oder Zweit-Depots kann es in bestimmten Konstellationen (zum Beispiel wenn Altbestände, die vor dem 01.01.2009 angeschafft wurden, vorhanden sind) zu steuerlich günstigere Ergebnisse kommen. Durch die Eröffnung eines Zusatzdepots können Sie dann selber entscheiden, ob steuerfreie (wenn die einjährige Spekulationsfrist eingehalten wurde) oder steuerpflichtige Anteile veräußert werden sollen.

Verlustverrechnung

Auch Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften, die bereits vor dem 01.01.2009 realisiert wurden, können bis 2013 mit Veräußerungsgewinnen aus Kapitalanlagen verrechnet werden. Zwingende Voraussetzung hierfür ist, dass die Verluste im Jahr ihrer Entstehung in der Steuererklärung angegeben wurden und diese im Verlustfeststellungsbescheid berücksichtigt wurden.

Einkommensteuererklärung

Wer einen Einkommensteuersatz von weniger als 25 Prozent hat, sollte unbedingt seine Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung angeben, um die dann zuviel gezahlten Steuern aus der Abgeltungsteuer zurückzuholen.

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Grundsätzlich ist die staatlich geförderte Altersvorsorge von der Abgeltungssteuer befreit. Hierzu zählen Riester- und Rürop-Sparen, Betriebsrenten und Lebensversicherungen.

Werbungskosten

Werbungskosten können mit Einführung der Abgeltungsteuer nicht mehr geltend gemacht werden. Es ist daher sinnvoll, wenn möglich eine Verrechnung in 2008 zu veranlassen. Depotgebühren, deren Belastung bis zum 31.01.2009 erfolgte, können noch in der Steuererklärung 2008 als Werbungskosten geltend gemacht werden. Weiterhin absetzbar sind Bankspesen, Limitgebühren und Maklercourtage beim Kauf / Verkauf von Wertpapieren.

Vermögensverwaltungsverträge

Im Rahmen von Vermögensverwaltungsverträgen können bis zu 50% der Pauschalgebühren als Transaktionskostenanteil anerkannt werden. Diese mindern steuerlich realisierte Gewinne, bzw. erhöhen Verluste und verbessern somit die Nettorendite. Die Minderung wird aber nur dann vollständig akzeptiert, wenn die genaue Höhe der Transaktionskosten vertraglich festgehalten wird.



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